Phytotherapie


Unter Phytotherapie versteht man das Heilen von Krankheiten mit Wirkstoffen aus Pflanzen. Über viele Jahrhunderte und in jeder Kultur war die Pflanzenheilkunde wichtige Grundlage der Medizin. Erst im 20. Jahrhundert wurden zunehmend synthetische Arzneimittel hergestellt und verdrängten die Phytotherapie. Mit der Erfahrung, dass synthetische Arzneimittel häufig eine Vielzahl von Nebenwirkungen aufweisen und der Erkenntnis, dass die Natur einen wahren Schatz an heilenden Stoffen bereithält, gewinnt die Pflanzenheilkunde erneut an Bedeutung.

Zur Anwendung kommen entweder die Pflanzen vielfältiger Weise (als Tee, als Aufguss, in getrockneter Form, flüssig usw.). Moderne Phytotherapie nutzt jedoch auch Medikamente, die unter standardisierten Bedingungen mit höchster Qualität aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden. Weltweit werden mehr als 20.000 Pflanzenarten zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Ihre Wirkung ist meistens nicht so prompt und intensiv wie die der synthetischen Präparate, dafür sind bei richtiger Dosierung keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten. Viele alltägliche Beschwerden, aber auch schwere Erkrankungen können mit Heilpflanzen schonend behandelt werden.